Urlaub – Austausch

Liebe Blogfreunde von 1aOlivenoel,

die Urlaubszeit ist die Zeit um sich zu Erholen. Unser Erholungsort ist dieses Jahr unser zu Hause und das ist sehr schön. Wie das kommt ? Vor 2 Jahren hatten wir aus Italien einem Austauschschüler die Möglichkeit gegeben bei uns zu wohnen um unser Land, unsere Sprache und auch uns kennenzulernen. Für mich ergab sich dadurch auch die Gelegenheit meine italienisch Kenntnisse wieder etwas aufzupolieren.
Leider vergingen die gemeinsamen Tage viel zu schnell, sodass wir ihn einfach für einen weiteren Besuch eingeladen haben.
Gerade als wir Ende 2015 bei den Urlaubsplanungen für 2016 waren kam eine Nachricht ob er uns in den Sommerferien für einige Tage besuchen kommen kann. Die Freude war sehr groß und unsere Urlaubsplanung war damit abgeschlossen :-).
Anstelle der Reiseplanung machten wir uns Gedanken und Notizen welche Ausflüge wir mit ihm unternehmen können. Schnell war der Zettel so vollgeschrieben, dass die Tage nicht ausreichen werden um alle Aktivitäten durchzuführen.
Die Ferien rückten immer näher und mit ihnen die Vorfreude auf die freie Zeit. Was uns zudem noch sehr gefreut hat war, dass wir seine Familie kennenlernen können. Diese  plante einige Tage vorher einen gemeinsamen Urlaub bei uns in der Gegend und brachte unseren Gast vor der Heimreise bei uns vorbei.
Bei einem gemütlichen und sehr lustigen BBQ konnte sich seine Familie für die Heimreise stärken.
Nun sind schon einige Tage vergangen – die Programmliste ist trotz täglicher Ausflüge nicht wirklich kürzer geworden. Seine Deutschvokabeln machen Fortschritte und wir freuen uns auf die uns noch bleibenden Tage.

Manfred Gosch

#ibcoco
#1aOlivenoel

Lagerung und Haltbarkeit von Olivenöl

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

heute möchte ich euch ein paar Informationen über die richtige Lagerung und Haltbarkeit von Olivenöl geben. Oft erzählen mir meine Kunden stolz, dass sie die schöne Olivenölflasche in der Küche ans Fenster stellen – dass man es auch gleich sieht …..

Oliven bzw. der Olivenbaum brauchen während des Wachstums Licht. Ist einmal Öl aus den Oliven gewonnen worden, ist es dunkel und kühl aufzubewahren. Im Schrank oder einer kühlen Speisekammer. Die ideale Temperatur liegt zwischen 12 °C und 16 °C. Über 25 °C sollte Olivenöl nicht aufbewahrt werden. Im Kühlschrank ist Olivenöl sehr lange haltbar. Bei Temparaturen  zwischen 7 und 10 °C wird das Olivenöl dickflüssig und bildet weiße Flocken. Kühlt man es weiter ab wird es fest. Das ist aber nicht schlimm. Bei Erwärmung lösen sich die weißen Flocken auf. Dieses Ausflocken ist kein Qualitätsverlust, sondern ein Indiz für die Natürlichkeit des Produktes.
Verwendest du regelmäßig Olivenöl ist es nicht notwendig es im Kühschrank aufzubewahren. Es benötigt zu lange um wieder flüssig zu werden und seine Aromen entfalten zu können. Und Olivenöl mit Raumtemperatur verbindet sich mit den Zutaten in einer Salatsauce zum Beispiel besser als ein kaltes Olivenöl.
Wichtig ist auch nach jedem Gebrauch die Flasche sofort wieder zu verschließen. Es empfiehlt sich auch Restmengen aus größeren Behältern in kleinere Gebinde umzufüllen. Der Grund liegt in der Reaktion der einfach- und mehrfach gesättigten Fettsäuren mit dem Sauerstoff in der Luft. Wird Olivenöl im Laufe der Zeit gelblich und zähflüssiger ist das ein Indiz für die Reaktion mit Sauerstoff.

Haltbar ist Olivenöl bei sachgerechter Lagerung viel länger als auf den Flaschen als Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben ist. Empfohlen wird der Verbrauch des Öl innerhalb 12 bis 18 Monate.
Im Laufe der Zeit wird Olivenöl lediglich milder. Wem das gekaufte Olivenöl am Anfang zu kräftig ist, einfach luftdicht verschlossen an einem dunklen, kühlen Ort einige Monate stehen lassen.
Ob ein Olivenöl noch genießbar ist kannst du riechen oder schmecken. Frisches Ölivenöl ist dünnflüssig hat einen grünlichen Farbton, riecht frisch, nach frischem Gras z.B. schmeckt bitter und besitzt eine gewisse Schärfe. Ist das Olivenöl aber dickflüssiger und gelb –  kann das ein Hinweis auf Oxidation sein. Deshalb bin ich kein Freund von glasklaren Flaschen. In diesen Flaschen wird das Olivenöl schneller einem Alterungsprozess ausgesetzt und ist nicht so lange haltbar. Ich bevorzuge dunkle Flaschen aber bei mir ist ein Flasche auch immer schnell leer 🙂 .

Gibt es tatsächlich mal Altes nicht mehr genießbares Olivenöl kann es noch als Lampenöl verwendet werden oder i.d.R. für Privatkunden kostenlos bei der Gemeinde entsorgt werden. Altes Öl nicht in den Abfluss gießen. Es setzt sich an den Rohren ab und macht diese im Laufe der Zeit enger und fördert die Verstopfungsgefahr.

Ich wünsche eine angenehme Woche.

Manfred Gosch

#ibcoco
#1aOlivenoel

D.O.P – was steckt hinter der Bezeichnung bei Olivenöl

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

sicher hat jeder von euch schon einmal eine Olivenölflasche mit einem Etikett oder einen Banderole mit dem Aufdruck D.O.P. in den Händen gehabt.
Aber was bedeutet dies ? denn diese Olivenöle sind auch vom Preis her immer etwas teurer.

D.O.P. steht für „Denominazione di Origine Protetta“ und bietet dem Verbraucher die Sicherheit, dass die verarbeiteten Oliven aus einer bestimmten Region innerhalb Italiens stammen.
Der Hersteller muß bei der Herstellung des Öls mittels Lastenheft die Olivensorte, die Erntebedingungen nach welchem Pressverfahren etc. hergestellt wird nachweisen. Die abgefüllten Flaschen erhalten je eine dokumentierte Seriennummer.

DOP_Siegel

Die Zertifizierung wird jährlich neu ausgeführt.
Damit ein extra vergine Olivenöl das D.O.P. Siegel erhält, muß es einen Säuregehalt von weniger als 0,4% aufweisen. (Giachi D.O.P hat in der aktuellen Ernte 2015, 0,19 % 🙂  alle Ergebnisse von Giachi hier klicken).

Ich wünsche uns eine schöne Woche und die die Urlaub haben, gute Erholung.

Manfred Gosch

#ibcoco
#1aOlivenoel
#DOP

LaVanille und Degustation von Olivenöl

Liebe 1aOlivenoel Blogleser,

ich hatte es in meinem Blog von vergangener Woche angekündigt. Heute lüfte ich das Geheimnis. Ich bin mit einem Importeur für mexikanische  Vanille eine Kooperation eingegangen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit ganz besonders und wünsche uns dabei viel Erfolg. Mehr dazu findest du auf meiner Webseite unter folgendem Link: LaVanilla

Dann möchte ich mich heute mit dem etwas sperrigen Begriff „Degusation“ oder oder einfach „wie verkoste ich Olivenöl “ beschäftigen. Denn wenn man gutes Olivenöl kauft hjat man meistens auch die Chance es vorher zu verkosten. Und damit das auch gut gelinkt dient mein heutiger Artikel.
Bei der Degustation  geht es darum die Aromen, die Konsistenz und „die Länge“ des Olivenöls im Gaumen  zu beurteilen. Daraus kann man abschätzen welche Speisen, welche Zutaten oder Salate sich mit dem Olivenöl am Besten kombinieren lassen.

Vor der Verkostung

Um die Geschmacksempfindungen nicht zu beeinträchtigen ist es empfehlenswert das man vorher nichts gegessen oder getrunken hat. Auch Kaugummi, Zigaretten oder Bonbons eignen sich nicht.

Die Geruchsprobe

Fülle zuerst die verschiedenen zu degustierenden extra vergine Olivenöle in kleine Gläser. (z.B. Cognac-Schwenker; 1-2 Esslöffel Öl)
Erwärme das Gläschen einige Minuten in der Hand. Dadurch entfalten sich die Duftaromen. Das Gläschen dabei schwenken um eine gute Entfaltung der Aromen zuzulassen.
Dann atme mit der Nase am Glas tief ein – das kannst du gerne mehrfach wiederholen.

Die Geschmacksprobe

Du kannst dabei entweder, das bei der Geruchsprobe verwendete Öl direkt danach mit einem Schluck aufnehmen und auf der Zunge und im Gaumen verteilen bevor du es schluckst.
Oder in einen Esslöffel etwas Olivenöl geben und nach erneutem riechen am Olivenöl in den Mund nehmen und im Gaumen und auf der Zunge verteilen. Einen süßen Mandelton spürst du an der Zungenspitze, die säuerliche Note des Öls umschmeichelt die Zungenränder. Während das Öl die Kehle benetzt, treten fruchtige, blumige und blättrige Nuancen auf. Dabei tritt am Zungenansatz eine bittere Spur auf die manchemal auch zum Husten reizt 🙂 aber dennoch einen flüchtigen Eindruck von Weichheit und Fülle am Gaumen entstehen läßt.
Wenn du beim verkosten etwas Brot nehmen willst erleichtert es den Einstieg in die Verkostung. Einfach etwas Öl direkt auf das Brot geben und die Viskosität erleben und den Farbton der besonders intensiv hervortritt begutachten. Du kannst auch etwas Öl in ein Schälchen geben und Brot darin eintunken. Dabei steht jedoch eher das Schlemmen im Vordergrund, es ist leider! nicht gerade schick das Schälchen mit dem Brot dann auszuwischen.

Eine ganz besondere Art der Verkostung ist die mit einer heissen Kartoffel. Die zerteilte heisse Kartoffel läßt die Aromen herrlich aufsteigen und ist auch so ein klasse Begleiter von Olivenöl.

Bevor du die nächste Olivensorte verkostest solltest du mit einem Stück Apfel, etwas Weisswein oder einem Schluck Wasser den Gaumen neutralisieren.
Beurteilung

Wenn du mehrere verschiedene Olivenöl testest kannst du die Unterschiede sehr gut feststellen.
Positive Aspekte: scharf, bitter, frisch, fruchtig, harmonisch
negative Aspekte: modrig, ranzig, stichig, metallisch, schimmelig, essigartig oder weinartig.

Es macht großen Spaß mit Freunden verschiedene Olivenöle zu verkosten und du wirst erstaunt sein, was dabei alles für Geschmacksbilder entdeckt werden.

Viel Spaß dabei und eine gute Woche

Manfred Gosch

#ibcoco