LaVanille und Degustation von Olivenöl

Liebe 1aOlivenoel Blogleser,

ich hatte es in meinem Blog von vergangener Woche angekündigt. Heute lüfte ich das Geheimnis. Ich bin mit einem Importeur für mexikanische  Vanille eine Kooperation eingegangen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit ganz besonders und wünsche uns dabei viel Erfolg. Mehr dazu findest du auf meiner Webseite unter folgendem Link: LaVanilla

Dann möchte ich mich heute mit dem etwas sperrigen Begriff „Degusation“ oder oder einfach „wie verkoste ich Olivenöl “ beschäftigen. Denn wenn man gutes Olivenöl kauft hjat man meistens auch die Chance es vorher zu verkosten. Und damit das auch gut gelinkt dient mein heutiger Artikel.
Bei der Degustation  geht es darum die Aromen, die Konsistenz und „die Länge“ des Olivenöls im Gaumen  zu beurteilen. Daraus kann man abschätzen welche Speisen, welche Zutaten oder Salate sich mit dem Olivenöl am Besten kombinieren lassen.

Vor der Verkostung

Um die Geschmacksempfindungen nicht zu beeinträchtigen ist es empfehlenswert das man vorher nichts gegessen oder getrunken hat. Auch Kaugummi, Zigaretten oder Bonbons eignen sich nicht.

Die Geruchsprobe

Fülle zuerst die verschiedenen zu degustierenden extra vergine Olivenöle in kleine Gläser. (z.B. Cognac-Schwenker; 1-2 Esslöffel Öl)
Erwärme das Gläschen einige Minuten in der Hand. Dadurch entfalten sich die Duftaromen. Das Gläschen dabei schwenken um eine gute Entfaltung der Aromen zuzulassen.
Dann atme mit der Nase am Glas tief ein – das kannst du gerne mehrfach wiederholen.

Die Geschmacksprobe

Du kannst dabei entweder, das bei der Geruchsprobe verwendete Öl direkt danach mit einem Schluck aufnehmen und auf der Zunge und im Gaumen verteilen bevor du es schluckst.
Oder in einen Esslöffel etwas Olivenöl geben und nach erneutem riechen am Olivenöl in den Mund nehmen und im Gaumen und auf der Zunge verteilen. Einen süßen Mandelton spürst du an der Zungenspitze, die säuerliche Note des Öls umschmeichelt die Zungenränder. Während das Öl die Kehle benetzt, treten fruchtige, blumige und blättrige Nuancen auf. Dabei tritt am Zungenansatz eine bittere Spur auf die manchemal auch zum Husten reizt 🙂 aber dennoch einen flüchtigen Eindruck von Weichheit und Fülle am Gaumen entstehen läßt.
Wenn du beim verkosten etwas Brot nehmen willst erleichtert es den Einstieg in die Verkostung. Einfach etwas Öl direkt auf das Brot geben und die Viskosität erleben und den Farbton der besonders intensiv hervortritt begutachten. Du kannst auch etwas Öl in ein Schälchen geben und Brot darin eintunken. Dabei steht jedoch eher das Schlemmen im Vordergrund, es ist leider! nicht gerade schick das Schälchen mit dem Brot dann auszuwischen.

Eine ganz besondere Art der Verkostung ist die mit einer heissen Kartoffel. Die zerteilte heisse Kartoffel läßt die Aromen herrlich aufsteigen und ist auch so ein klasse Begleiter von Olivenöl.

Bevor du die nächste Olivensorte verkostest solltest du mit einem Stück Apfel, etwas Weisswein oder einem Schluck Wasser den Gaumen neutralisieren.
Beurteilung

Wenn du mehrere verschiedene Olivenöl testest kannst du die Unterschiede sehr gut feststellen.
Positive Aspekte: scharf, bitter, frisch, fruchtig, harmonisch
negative Aspekte: modrig, ranzig, stichig, metallisch, schimmelig, essigartig oder weinartig.

Es macht großen Spaß mit Freunden verschiedene Olivenöle zu verkosten und du wirst erstaunt sein, was dabei alles für Geschmacksbilder entdeckt werden.

Viel Spaß dabei und eine gute Woche

Manfred Gosch

#ibcoco

Ein Gedanke zu „LaVanille und Degustation von Olivenöl“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.